Verträglichkeit mit anderen Baumaterialien

> Andere Metalle

Wenn zwei unterschiedliche Metalle in Gegenwart von Feuchtigkeit miteinander in Kontakt gelangen, fließt elektrischer Strom von dem Metall mit dem niedrigeren Potential zu dem Metall mit dem höheren (edleren) Potential. Das unedlere Metall wird folglich zersetzt bzw. "korrodiert".
Je höher die Potentialdifferenz, desto höher wird die Korrosionsrate ausfallen. Dies bedeutet beispielsweise, dass Zink oder Aluminium in Kontakt mit Kupfer schneller als üblich korrodieren. Da die Potentialdifferenz zwischen Kupfer und Blei niedrig ausfällt, ist es sinnvoll, Kupfernägel für die Befestigung von Blei zu verwenden. Jedes Metall besitzt ein Elektrodenpotential. Eine kurze Übersicht ist auf obene Tabelle gezeigt.
 

Da sich rostfreier Edelstahl am oberen Ende des Skalenbereiches der Potentialskala befindet, ist es möglich, rostfreien Stahl in Kontakt mit anderen Metallen zu verwenden. 

Normalpotentiale von Baumetallen und bestimmten Edelmetallen bezogen auf eine Wasserstoffelektrode.

Andere Werkstoffe 
  
Da rostfreier Stahl in der Regel korrosionsbeständig gegenüber Säuren und Basen ist, besteht im Zusammenhang mit Werkstoffen, die diese enthalten können, keine Korrosionsgefahr. Hierzu gehören unter anderem:
- Säfte einer großen Vielfalt unterschiedlicher Hölzer   einschließlich Zedern- und Steineichenholz
- Holzkonservierungsmittel einschließlich CCA (Tanalith)
- Gips
- Zement- und Betonmörtel
Absonderungen von Bitumen, Asphalt, Moos und Flechten

BDP Manchester studio - Royaume Uni / Building Design Partnership Limited
© Martine Hamilton Knight
 
> Rostfreier Stahl wird ebenfalls nicht beeinträchtigt durch im Abbau befindliche Stoffe wie etwa Pflanzen und jegliche andere organische Stoffe.
> Rostfreier Stahl sollte nicht in Kontakt mit Reinigungsmitteln gelangen, die Salzsäure oder Chlor in konzentrierter Form enthalten. Andernfalls sollte sofort mit Wasser nachgespült werden.
> Besondere Vorsicht ist geboten bei durch einen bestimmten Schliffwinkel entstehenden Kohlenstoffstahlabfällen oder bei vergleichbaren Schneidevorgängen, bei denen sich Späne oder Eisenpartikeln auf der Edelstahloberfläche ablagern können.  
> Derartige Ablagerungen könnten zu Rostflecken auf der Edelstahloberfläche führen.